Produktion
3D Fashion Show auf der Bread & Butter Berlin
Leistungspaket: Regie, Produktion, Graphic Design, Postproduktion
Bread & Butter Berlin 2006. Die größte Modemesse Berlins hat in Sachen Fashion viele Trends und Styles zu bieten. Eine Marke sticht besonders hervor. Die Modedesignerin Betty Bund setzt auf eine innovative Präsentation ihrer neuen Kollektion.
Sie präsentiert ihre neuesten Designs mit einem 3D-Film. Der Besucher bekommt eine 3D-Brille verpasst und staunt.
Aufgabenstellung
Der Style von Betty Bund ist cool und visionär. Die Berliner Designerin ist dafür bekannt, ständig ihrer Zeit voraus zu sein. In diesem Sinne wird ihre neue Kollektion extraordinär in Szene gesetzt. Es gilt einen Film zu produzieren, der ausgewählte Artikel ansprechend präsentiert. Der Film soll genauso zukunftsorientiert sein, wie die Designs von Betty Bund. Er wird auf der Bread & Butter Berlin 2006 präsentiert.

Die Idee
Betty Bunds neue Kollektion in 3D – plastisch, stylish, musikalisch. Der Messebesucher bekommt eine 3D-Brille verpasst. Die Brille ist mit dem Betty Bund-Logo sowie Kontaktdaten versehen. Der Besucher darf die Brille behalten und erinnert sich somit noch lange an die einzigartige 3D-Präsentation, die er auf der Bread & Butter gesehen hat.

Leistungen im Einzelnen
Entwicklung einer neuen 3D-Ästhetik
Die Technik der 3D-Stereoskopie existiert schon fast ebenso lange wie die Fotografie selbst. Die Markenmacher erfinden eine zeitgemäße, graphische Ästhetik dafür, die zum Markenverständnis von Betty Bund passt. Nach mehreren Entwürfen und Experimenten entsteht der neue Look im stereoskopisch-plastischen Gewand.

Produktion
Zwei digitale Kameras, die neben einander montiert sind und die optische Wahrnehmung des Menschen simulieren, zeichnen freestyle Tanz-Performances der Models auf. Sie tanzen zu den eigens für das Video produzierten Technobeats.
Postproduktion
Die Motive werden in eine graphisch-minimalistische Welt montiert, zur Musik arrangiert und digital aufbereitet. Der 3D-Effekt entsteht durch die Kanaltrennung der Aufnahmen, jeweils für das linke und das rechte Auge.
Die 3D-Brille (Anaglyphenbrille) filtert die optischen Signale und trennt die Kanäle für links und rechts auf. Erst das Gehirn des Zuschauers leistet die plastische Rekonstruktion und fügt die getrennten Kanäle wieder zu einem dreidimensionalen Ganzen zusammen.

Anmerkung 2010
3D ist wieder voll im Trend. Im Kino wird es heute als neue Innovation verkauft. Die Wenigsten wissen jedoch, dass diese Technik schon weit über 100 Jahre alt ist. Bereits 1870 wurde der Mailänder Dom von Giacomo Brogi (1822-1881) stereoskopisch fotografiert. Man konnte dieses Motiv als Immagine stereografica (Stereo-Karte) erwerben.
Man mag es vielleicht vergessen haben, aber bereits in den 50er Jahren war Stereo-3D in der US-Kinounterhaltung total angesagt. In den 80ern erlebte es auch hierzulande ein eher fragwürdiges Revival im TV. Die Broadcast-Technik war damals sehr limitiert.
Erste Experimente in Stereo-3D unternahmen die Markenmacher bereits fünf Jahre bevor es durch „Avatar“ und „Alice im Wunderland“ erneut zum Kinotrend wurde. Damals waren noch keine 3D-Kameras auf dem Markt verfügbar. Deshalb konstruierten sie ihre eigene Kreation – nach eigenen Vorstellungen und Recherchen. Nicht wenige Tests und Experimente waren dazu nötig, der menschlichen, dreidimensionalen Wahrnehmung so nahe wie möglich zu kommen. Am Ende hatten sie das nötige Know-How: die geeigneten Abstände, die beste Farb- und Lichtgebung, Brennweiten und Bewegungen sowie Wiedergabegeräte, die zu besten Ergebnissen führten.