Produktion
TV-Spot – Geheimcode Gittigitt
Leistungspaket: Kreation, Produktion, Postproduktion
2007 – „Jetzt wird es richtig eklig!“, so der Schlachtruf der neuen Trickfilm-Serie von Nick, dem Kindersender aus den USA. „Geheimcode Gittigit“ (O.V. Grossology) heißt die Serie und wird in Deutschland neu eingeführt.
Aufgabenstellung
„Zu krass für Erwachsene, zu eklig für normale Agenten? Dann ist es gerade krass genug für Abby und Ty. Zusammen bekämpfen sie die schleimigsten Fieslinge und ekligsten Gerüche.“ Produzieren Sie eine kreative TV-Kampagne für die neue Trickfilm-Serie. Es sind insgesamt 6 Spots vorgesehen.
Die Idee
Für Kinder wird es erst dann richtig spannend, wenn Fantasiewelt und Realität in einander verschmelzen. Das hat man in den USA herausgefunden, als die Sesamstraße eingeführt wurde. Damals ging man zunächst von einem Klarheitskonzept aus. Bedeutet: Kinder sollten eindeutig zwischen Fantasie und Realität unterscheiden können.
Also trennte man anfangs die Welten der Muppets und die der realen Menschen von einander. Aufmerksamkeitstests stellten allerdings bald heraus, dass das Interesse der Kinder um ein Vielfaches höher war, wenn Fantasiefiguren mit echten Menschen, also der Realität, interagierten. Wurden sie getrennt, so war es um die Aufmerksamkeit der Kinder geschehen.
Letztendlich siegte also das Konzept der Sesamstraße, wie wir es noch heute kennen. Muppets, Trickfiguren und echte Menschen interagieren in ein und derselben Welt. Fantasiewelt und Realität sind also vermischt.

Vor diesem Hintergrund entstand die Idee, die Trickfilm-Welt von „Geheimcode Gittigitt“ in einen realistischen Kontext zu bringen, um so die volle Aufmerksamkeit der Kinder zu erhalten.

Eine reale Welt aus Pappe, Farbe, Wackelpudding, Plastikmonstern und anderen Gimmicks zum Anfassen sollte die Trickfilmwelt von „Geheimcode Gittigitt“ einklammern und im Fernsehen präsentieren.

Umsetzung
Die Markenmacher stellten für Nick ein Kreativteam auf. Das Team konstruierte eine Miniaturwelt aus Pappe, Schleim und Plastikmonstern – passend zur Sendung, in giftig-grüner Farbgebung. Das Thema dieser Welt: „Gully“

Orangefarbige Flächen dienten dazu, die Trickfilmwelt von „Geheimcode Gittigitt“ digital in die reale Miniaturwelt einzufügen. Man konnte diese orangenen Flächen überall in der Miniaturwelt platzieren, Kamerafahrten vollziehen und so nachher die Trickfilmwelt einfach in die Aufnahmen integrieren. Orange deshalb, weil es die Komplementärfarbe, die Gegenfarbe zu grün ist. Grün war schliesslich die dominierende Farbe im Film-Set. Primäre Farbsignale wie grün, blau oder orange lassen sich besonders gut keyen, also technisch von den restilichen Bildinformationen seperieren und so digital durch andere optische Signale ersetzen.

Außerdem wurden kiloweise grüne Götterspeisen gekocht – der Gestank hängt uns heute noch in der Nase. Trockeneis diente zur Nebelerzeugung. Plastikspinnen und Gummigehirne wurden platziert, kleine Monsterpuppen gebastelt und vieles mehr.
Und so entstanden sechs abenteuerliche „Geheimcode Gittigitt“ Fernsehspots für Nickelodeon, die kein Kind vergessen sollte.
